Adresse An der Nesselburg 53a 53179 Bonn
SERVICE-TELEFON 0228 - 36 81 22 22
03.08.2018

Verbindliches Handelsverbot festgelegter Luxusgüter über Amazon.

Das OLG Frankfurt a.M. bekräftigte ein auf Luxusgüter bezogenes Handelsverbot über Amazon.de.

Aufgrund der bestehenden Qualitätsanforderungen beim Vertrieb von Luxusgütern ist es autorisierten Einzelhändlern (Depositären)  untersagt, die Produkte über nicht autorisierte Drittunternehmen zu vertreiben, solange dies nicht mit dem Hersteller des Produktes vereinbart ist. Der Internet-Vertrieb über die Seite Amazon.de kann zu einer Abschwächung des Luxuscharakters des Produktes führen, wodurch der Depositär den vertrieblichen Qualitätsanforderungen nicht nachkommt. Weiterhin rechtlich abgesichert sind jedoch Werbekooperationen, welche den Kunden auf die markeneigenen Vertriebsshops leiten. Die Beschränkung des Wettbewerbs ist in diesem Fall anerkannt, solange die Marktanteile der jeweiligen Vertragspartner nicht über 30% liegen und keine Kernbeschränkungen bestehen. Die Regelung ist nicht durch das europäische Kartellverbot nach Art. 101 Abs. 1 AEUV erfasst.

Selektive Vertriebsvereinbarungen sind zulässig, solange der Luxuscharakter des Produktes - bezogen auf Qualität und Prestige - sichergestellt werden kann.   

(wiss. Mitarbeiterin Annalena Metz)

Ja, bitte unterbreiten Sie uns ein kostenloses und unverbindliches Angebot.
Bitte füllen Sie das folgende Kontaktformular aus.
Wir setzen uns umgehend mit Ihnen in Verbindung.
Folgende Felder bitte unberührt lassen!